• Katja

Welche Coaching Ausbildung ist die richtige?

Aktualisiert: 29. März

Wer diese Frage in die Suchmaschine eingibt, findet zunächst einmal Anzeigen und Anbieter, die mit der Beantwortung auf diese Frage, die Interessenten auf ihre Webseite locken, um eine Coaching Ausbildung zu verkaufen. Soweit so gut und legitim - aber kann ich dort für mich herausfinden, welche Ausbildung für mich die richtige ist?



In meinem Artikel "Was kostet eine Coaching Ausbildung?" habe ich bereits erklärt, warum es so schwierig ist, anhand des Preises eine gute und vor allem die richtige Coaching Ausbildung auszumachen. In meinem Artikel "Welche Coaching Ausbildung passt zu mir?" bin ich schon einmal auf die ersten Entscheidungsgrundlagen eingegangen, die eine weitere Suche nach der richtigen Coaching Ausbildung beeinflussen sollten.


Aber wie finde ich nun wirklich heraus, welche Coaching Ausbildung nun für mich die richtige ist?


Zielgruppe und Positionierung


Bevor es daran geht, eine Coaching Ausbildung zu buchen, solltest du dir darüber klar werden, was du damit in Zukunft machen möchtest. Klingt komisch - du willst ja schließlich andere Menschen coachen und bei ihren Problemen unterstützen, diese zu lösen?


Ja der Grundgedanke ist bei allen Coaches vermutlich sehr ähnlich. Es gibt aber mittlerweile so viele Coaches, dass es ein allgemeines Helfen nicht mehr auf die Bestsellerlisten schafft.


Daher ist es heute um so wichtiger, sich eine Nische zu suchen und eine möglichst spitze Positionierung zu wählen, um deine Kunden explizit anzusprechen. Wenn du meine Erfahrungsberichte durchliest, wirst du darauf stoßen, dass ich sehr oft meine vermeintliche Zielgruppe gewechselt habe. Eine Positionierung, geschweige denn eine spitze, hatte ich nicht. Auf diese Weise fühlt sich keiner angesprochen.


Gerade im Coaching kommt man schnell dazu:

  • ist doch für alle gut

  • kennt doch jeder das Problem

  • ich möchte mich eigentlich gar nicht festlegen, um so einen möglichst großen Kundenstamm aufbauen zu können

  • bei den Themen bin ich auch vielseitig und kann alles abdecken

Als angehender Coach, motiviert und ambitioniert, ist diese Denkweise sehr normal, führt aber nicht zu den erwünschten Kunden und zum entsprechenden Erfolg.


TIPP: Stelle dir deinen optimalen Wunschkunden in allen Einzelheiten vor. Was macht er? Was sind seine Probleme? Wie lebt er? Wo lebt er? Das sind nur einige Fragen. Grenze deine KundInnen möglichst weit ein.


TIPP: Suche dir eine Nische. Für welches Problem deiner KundInnen gibt es noch wenig Lösungen? Welche spezielle Lösung bietest du? Wo bist du Experte und wo unterscheidest du dich von den anderen Coaches auf diesem Gebiet?


Wenn du weißt, wen du in Zukunft coachen möchtest und welches spezielle Expertenthema du anbieten willst, dann überlege dir im nächsten Schritte, was du dafür als Handwerkszeug brauchst.


Methoden und Inhalte


Es ist zwar eine mühsame Arbeit, aber es lohnt sich, die Methoden und Inhalte der diversen Ausbildungen zu vergleichen.



TIPP: Notiere dir vorab, welche Themen dich (immer schon) interessier(t)en. Welche Fragen möchtest du in der Ausbildung geklärt wissen? Gibt es spezielle Methoden, die du gerne kennen lernen möchtest? Passen die Inhalte zu deiner späteren Ausrichtung, Zielgruppe?



Damit du es etwas einfacher hast, habe ich dir eine - für dich kostenlose - Checkliste mit einigen Tipps erstellt, mit der du diesen Abgleich erfassen kannst.






Rahmenbedingungen


Aber auch die Rahmenbedingungen solltest du nicht außer Acht lassen. Hier ist die Kombination von Budget, Zeit, Ort, Lernform, evtl. Zertifizierung (sofern benötigt), Verbandszugehörigkeit (sofern benötigt) relevant.


Es muss nicht immer die Luxusausführung einer Coaching Ausbildung sein, wenn die gewünschten Inhalte anderweitig für weniger Geld auch zu bekommen sind.


Vieles kann man in Büchern, im Internet nachlesen, wenn man es noch braucht.


Man tendiert schnell dazu, anfangs viel Geld auszugeben, weil einem das Gefühl nachläuft, immer noch nicht "alles" zu können und immer noch nicht "gut genug" zu sein.


Grundsätzlich könntest du auch ohne Coaching Ausbildung als Coach arbeiten, da der Begriff nicht geschützt ist und keiner Ausbildungsverordnung unterliegt. Da wir es aber in Deutschland gewohnt sind, auf dem Papier unsere Eignung nachzuweisen, ist es üblich einen entsprechenden Nachweis zu erlangen. Die Ausbildung dient in erster Linie dazu, sich Methoden und Wissen anzueignen, um mit unseren KundInnen möglichst lösungsorientiert und impulsgebend arbeiten zu können, sich auf Probleme und Krisen im Coaching Prozess einstellen und damit umgehen zu können.




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