• Katja

Was ist Coaching?

Aktualisiert: 17. Mai

Coaching steht grundsätzlich für keine bestimmte Arbeitsmethode. Coaching hat auch nichts mit Beratung zu tun. In diesem Fall würde der "Coach" als Experte die Richtung vorgeben (z.B. Existenzgründungs-Beratung, Finanzberatung). Nichts desto trotz kann/sollte ein Coach ein Experte in einem bestimmten Fachbereich sein (z.B. spezialisiert auf hochsensible Menschen, Konflikte, Teambuilding, etc.). Das ist sogar sinnvoll, um die eigene Nische auf dem Markt zu finden und die gewünschten KundInnen gezielt anzusprechen.


Coaching dient in erster Linie der Hilfe zur Selbsthilfe. Der Kunde soll lernen, selbst seine Lösungen zu erkennen und einzusetzen, so dass er in Zukunft unabhängig von einem Coach dazu befähigt ist, selbstwirksam zu denken und zu handeln. Zum Zeitpunkt des Aufsuchens eines Coaches ist diese Lösung für ihn nur nicht sichtbar bzw. durch Grübeln und andere Ablenkungen überdeckt. Der Coach begleitet den Prozess zur Lösungsfindung. Dafür nutzt er die verschiedensten Methoden, die den Kunden Impulse geben sollen. Er ist nicht dazu da, seine eigenen Lösungen auf den Kunden zu übertragen. Denn diese mögen für ihn stimmig sein, für den Kunden aber lange noch nicht.


In vielen Fällen reichen die vielfach genutzten Grundmethoden, um den Kunden zu seiner Erkenntnis zu bringen aus:


  • Besprechung von Hintergründen des vorliegenden Problems,

  • Reflexion,

  • Aufzeigen anderer Perspektiven und

  • Einstudieren neuer Verhaltensweisen.

Es gibt aber viele Fälle, in denen das neu einstudierte Verhalten im Coaching hervorragend gezeigt werden kann; in der Realität aber einfach nicht funktionieren will. Manche wundern sich, dass sie immer wieder gleiche oder ähnliche Situationen/Personen anziehen und einfach - trotz Coaching - keinen Ausweg finden.


Hier stehen innere Muster und Glaubenssätze im Weg, die unterbewusst den Veränderungsprozess blockieren. Erst das Bewusstwerden dieser Muster und die Lösung derselben führt zu nachhaltigen Veränderungen und die immer wiederkehrenden Situationen verschwinden. Vorherige Probleme sind plötzlich nicht mehr vorhanden.


Nach dem Resonanzprinzip ist es gut möglich, dass der Coach - sofern er nicht selbst geklärt ist - seine eigenen inneren Muster und Glaubenssätze in Form seines Kunden anzieht, um selbst in die Lage versetzt zu werden, diese zu lösen. Leider erkennen dies viele Coaches nicht und wundern sich, warum die Beziehung zum Coachee schwierig ist oder warum sich einfach keine Lösung abzeichnen will.


Egal für welche Methoden man sich beim Coaching entscheidet, wichtig bleibt, bei sich zu bleiben bzw. zu erkennen, wo man selbst aufhört und der Kunde beginnt. Dann ist es ein Coaching für den Kunden und nicht für einen selbst.

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