• Katja

8 Tipps, wie auch du zu mehr Klarheit bzgl. deiner Aufgaben kommst

Was hat dein Erfolg als selbständiger Coach, Berater, Trainer mit deinen Aufgaben und Rollenerfordernissen zu tun?


Hast du eine schriftliche Übersicht, über all deine Aufgaben und Rollen, die dich als selbständigen Coach, Berater, Trainer tagtäglich beschäftigen? Nein? So ungefähr? Im Kopf? Brauche ich das wirklich? - Lese hier, wie es meinem Kunden erging, was in einem Workshop dabei rauskam und wie du es direkt richtig angehen kannst.


Inhaltsverzeichnis


Ausgangslage - Erfolg / Kunden bleiben aus


Trotz eines wirklich tollen Konzeptes, tollen Ideen, einer zukunftsorientierten Vision wollte sich bei meinem Kunden einfach kein Erfolg einstellen, obwohl bereits fleißig Werbung gemacht wurde, kostenlose Workshops, Verkaufsgespräche mit potentiellen Kunden stattfanden. Wir haben daraufhin beschlossen, einen Workshop abzuhalten, um herauszufinden, woran das liegt.



Kurz zum Workshop


Zunächst habe ich wie die meisten anderen Coaches, Trainer und Berater den üblichen Weg beschritten. Dabei sollte es aber nicht bleiben! Aber in diesem Artikel erst einmal zu den überaus wichtigen Erkenntnissen des klassischen Weges:


Zur Vorbereitung des Workshops bekam der Kunde von mir einige Fragen zur Selbstreflexion. Im Workshop haben wir dann im Rahmen eines Brainstormings alle Aufgaben sowie alle "Rollen", die der Kunde für sein Business - aus seiner Sicht - besetzen "muss", aufgelistet. Als nächstes ging es noch einmal ganz von vorne mit den Stärken, Kompetenzen, Fähigkeiten, Schwächen und Defiziten los. Diese wurden dann im späteren Prozess den Aufgaben zugeordnet.


Ein wichtiger Punkt war des Weiteren die Auseinandersetzung mit den eigenen Erwartungen, Ängsten und der Frage, was unbedingt erfüllt sein müsste und was passieren würde, wenn dies nicht der Fall wäre.


(Dies war Teil 1 des Workshops - Teil 2 erzähle ich in einem späteren Artikel - hier kam es zu erstaunlichen Erkenntnissen)


Erste Ergebnisse


Aufgaben


Die schriftliche Übersicht aller Aufgaben zeigte plötzlich den tatsächlichen Umfang aller notwendigen Aufgaben (die Übersicht findest du hier zum kostenfreien Download). Der Kunde war sich schon vieler dieser Aufgaben bewusst, aber schriftlich gab es doch noch einmal einen anderen Überblick. Dies kann durchaus eine beängstigende, vielleicht sogar bedrohliche oder entmutigende Wirkung haben, ist aber notwendig, da ansonsten - gerade aus diesem Grund - Aufgaben ignoriert, verschoben oder ausgeblendet werden, die aber für den Erfolg unabdingbar gewesen wären. (Beispiel: wenn Content schreiben überhaupt nicht zu meinen Stärken zählt, dies aber für meinen Geschäftsinhalt wichtig ist, ich es aber vernachlässige oder einfach so hinklatsche, dann wird dies meinen Erfolg ausbremsen, weil ich damit niemanden erreiche).


Der (farblich markierte) Abgleich zwischen den Aufgaben sowie den Stärken, Schwächen, etc. und vor allem der Frage, was er überhaupt nicht machen wollte, zeigte, dass der Kunde zum einen Aufgaben hatte, die gar nicht zu seinen Stärken gehörten, aber noch viel wichtiger, zum anderen Aufgaben hatte, die er gar nicht machen wollte!


Im schlimmsten Fall bedeutet das, dass all diejenigen Aufgaben liegen bleiben, die keinen Spaß machen. Unliebsame Aufgaben werden - wenn sie nicht bewusst sind, entweder gar nicht angegangen oder - das kennen wir alle - immer wieder verschoben, bis sie sich nicht mehr vermeiden lassen. Das wiederum erzeugt Stress, was uns signalisiert, dass diese Aufgaben tatsächlich unliebsam sind. Beim nächsten Mal wird der Angang noch schwieriger. Ein Kreislauf entsteht. Vor allem aber blockiert es den / deinen Erfolg! Zum einen, weil du notwendige Aufgaben unzureichend bis gar nicht erledigt hast und zum anderen weil deine Energie aufgrund deines Frustes, deines Stresses, deiner Ängste (weil der Erfolg / Kunden / Geld ausbleibt) zu niedrig schwingt. Damit gehst du in den Mangel, der wiederum Mangel anzieht.


Für Solo-Selbständige ist es etwas schwieriger, weil sie im Zweifelsfall alle Aufgaben erledigen müssen (wobei dies erst klar wäre, wenn alles offen - hier gibt es auch von Außen diverse Unterstützungsangebote). Aber es ist trotzdem entscheidend zu wissen, bei welchen Aufgaben ich mich besonders motivieren muss, oder einen exakten Termin eintrage, damit ich es auch wirklich tue.


Bei Teams spielt eine optimale Aufgabenverteilung nach Stärken und Vorlieben eine entscheidende Rolle, da damit die Motivation hochgehalten wird, jeder von sich aus, sein Bestes einbringt, weil es einfach Spaß macht und keiner den anderen kontrollieren muss, weil man weiß, dass die Aufgabe an der richtigen Stelle ist. Im besten Fall sind alle Aufgaben so verteilt, dass niemand mehr wirklich unliebsame Aufgaben machen muss.


Wenn deine Arbeit dir keinen Spaß macht (du mehr als 30 % täglich für unliebsame Aufgaben aufwenden musst), dann strahlt diese Energie ebenfalls auf dein Geschäft aus - diese Energie zeigt sich nach Außen (Resonanzgesetz / Anziehungsgesetz). Wer möchte bitte einen Coach, Trainer oder Berater, der selbst unter Stress steht, blockiert ist und sich nicht um sein Seelenwohl kümmern kann?

Tipps für den Solo-Selbständigen


Tipp 1: Schreibe dir alle - und damit meine ich wirklich alle - deine Aufgaben auf

Tipp 2: Schreibe dir alle deine Fähigkeiten, Kenntnisse, Stärken, Schwächen, Defizite auf

Tipp 3: Markiere dir, was du gut kannst, was dir Spaß macht, was du noch gerne lernen möchtest, was ebenso geht und was du auf gar keinen Fall tun möchtest

Tipp 4: Prüfe, wieviel Prozent dir wirklich Spaß macht

Tipp 5: Finde Lösungen, wie du mit den Aufgaben umgehen kannst, die du nur sehr schlecht oder gar nicht ausführen möchtest


Tipps für ein Team


Tipp 1: Schreibt euch gemeinsam alle - und damit meine ich wirklich alle - eure Aufgaben auf

Tipp 2: Schreibt euch (jeder für sich) alle persönlichen Fähigkeiten, Kenntnisse, Stärken, Schwächen, Defizite auf

Tipp 3: Schreibt jeweils die Fähigkeiten, Kenntnisse, Stärken, Schwächen, Defizite auf, die ihr bei eurem Team-Mitglied seht - inklusive der dazu passenden bzw. nicht passenden Aufgaben

Tipp 4: Markiert hinter den Aufgaben, wo ihr euch jeweils selbst seht bzw. nicht seht und wo ihr eure Team-Mitglieder seht, bzw. nicht seht

Tipp 5: Prüft, ob ihr alle Aufgaben optimal verteilen konntet - für übrig gebliebene Aufgaben, sucht euch passende Lösungen


Möchtest auch du eine Übersicht über die Aufgaben, die mein Kunde für sein Coaching-Business herausgearbeitet hat als Anhaltspunkt?

Dann fordere diese HIER sofort kostenfrei für dich an.


"Rollen", die auszufüllen sind


Neben den Aufgaben gibt es noch einen weiteren Punkt, der bedeutsam sein kann: die auszufüllenden Rollen. Wir alle leben sie täglich aus und machen uns überhaupt keinen Gedanken darüber. Wer sich allerdings ihrer bewusst ist, weiß, wo hier seine Stärken liegen und wo er bei sich oder seinen Team-Mitgliedern aufpassen sollte.


Zunächst ist es wichtig, sich den Begriff "Rolle" zu eigen zu machen. Wir haben die klassischen Rollen: Ehemann, Vater, Mutter, Liebhaber, Partner, Hausfrau, Angestellter etc. Aber darum ging es hier gar nicht.


Hier kamen Rollen beim Kunden wie: Motivator, Kreativer, Bremser, Inspirator, Denker, Kritiker, Helikopter, Buchhalter, und viele mehr.


Um erfolgreich als selbständiger Coach, Trainer oder Berater tätig sein zu können, müssen wir uns bewusst werden, welche Rollen wir alle verkörpern und welche Rollen uns u.U. gar nicht liegen, die wir aber trotzdem für ein erfolgreiches Geschäft brauchen. Der Kunde stellte z.B. fest: Ein Bremser kann sowohl in Form eines Kritikers wichtige Punkte im Geschäftlichen aufdecken, was das Geschäft nach vorne bringen kann, aber ebenso blockieren, wenn er einfach keine Lust hat oder es nicht sein Thema bzw. passende Aufgabe ist. Wer sich nicht selbst motivieren kann, wem die notwendige Kreativität fehlt und wer gleichzeitig noch ständig negativ denkt, wird im Geschäft - wenn es ihm nicht bewusst ist, keinen Erfolg haben.


Alles was uns bewusst ist, können wir einschätzen, berücksichtigen, ausgleichen, ergänzen. Daher meine


Tipps für den Solo-Selbständigen


Tipp 1: Schreibe dir alle - und damit meine ich wirklich alle - notwendigen Rollen auf, die dein Business brauchen würde und priorisiere diese

Tipp 2: Markiere dir die Rollen, in denen du dich siehst

Tipp 3: Überlege dir, wie du fehlende Rollen ausgleichen oder wie du diese auf anderen Wegen integrieren kannst


Tipps für ein Team


Tipp 1: Schreibt euch gemeinsam alle - und damit meine ich wirklich alle - notwendigen Rollen auf, die euer Business braucht

Tipp 2: Markiert die Rollen, in denen ihr euch selbst seht bzw. in denen ihr eure Team-Mitglieder seht

Tipp 3: Was lernt ihr gegenseitig über euch? Sprecht die Rollen und ihre Wirkung auf euer Team genau durch


Fazit


Mach dir die Mühe und schreibe deine Aufgaben und Rollen auf (ich führe z.B. ein Gedanken-/Skript-/Ziele-Buch, was mir hilft, meine Gedanken zu sortieren und Klarheit / Bewusstheit zu schaffen). Sorge auch du dafür, dass du täglich mehr als 70 % Dinge in deinem Geschäft tust, die dir Spaß machen und nutze die restlichen 30 % für die Dinge, die auch getan werden müssen. Wenn du deine Berufung wirklich lebst (70 % die Dinge tust, die dich ansprechen, dich bewegen), sprich, deine Seele und dein Herz dich leiten, dann bist du auf deinem Erfolgsweg.


Hier erhältst du kostenlos die im Workshop erstellte Aufgabenübersicht, die ich für dich um einige Punkte erweitert habe.














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