• Katja

Du kommst nicht mehr klar? 3 Handlungsebenen um deine Selbständigkeit zu vereinfachen.

Aktualisiert: 22. Mai

Hast du als selbständiger Coach, Trainer, Berater auch das Gefühl, dass du an allen Stellen gleichzeitig etwas tun musst/sollst? Fällt es dir schwer einen Faden zu finden und diesen konsequent zu verfolgen? Bleibt der Erfolg aus? Dann prüfe für dich, auf welcher Ebene du dich befindest und erstelle dir einen Plan für dein weiteres Vorgehen.


Inhaltsverzeichnis

Geschäftsgrundlage, Backoffice strukturiert aufbauen
Überblick behalten beim Geschäftsaufbau

Die Geschäftsgrundlage


Ganz zu unters - als Fundament - steht zunächst die Geschäftsidee, die dich begeistert, die du umsetzen möchtest. Du spinnst eine Vision, wie dein Geschäft, dein Unternehmen in Zukunft aussehen soll. Diese Idee sollte tragfähig sein, denn sie bildet das Fundament deines Unternehmens. Ich habe oft, viel zu oft um genau zu sein, meine Geschäftsidee geändert. Das lässt das ganze Projekt auf wackeligen Beinen stehen und fällt im Zweifelsfall in sich zusammen.


Der Business Plan


Ein Baustein deiner Geschäftsgrundlage sollte auf jeden Fall ein Business Plan sein, in dem du dich mit deiner Geschäftsidee, deiner Unternehmerpersönlichkeit, deinem Angebot, deinen Kunden, dem Marketing und deinen Finanzen auseinandersetzt.


Sind wir ehrlich - nicht jeder erstellt einen Business Plan, vor allem nicht mit jemandem, der sich damit auskennt. Das hat gravierende Nachteile. Zum einen geht man mit niemanden in den Austausch, sondern brütet sein eigenes Ding aus, was dazu führen kann, dass man Vieles nicht bedenkt oder berücksichtigt. Zum anderen fehlt einem die Grundlage für das gesamte Geschäft. Es fehlen die erste Struktur, die Planung, die Strategie. Ohne Vision, Ziele, dein Warum, die richtige Planung kann es nicht zum Erfolg kommen, da du nicht weißt, wo du stehst und wohin du auf welchem Weg kommen willst. (hier dazu ein interessanter Beitrag, den ich im Netz gefunden habe von meinstartup.com)


Meine Empfehlung ist, sich zumindest einen erfahrenen Sparringspartner zu suchen, der den Weg bereits gegangen ist, an dem man seine Ideen austesten kann und die Punkte eines Business Plans schriftlich auszuarbeiten, auch wenn man diesen nur für sich macht und nicht für eine Behörde benötigt.


Zielkunde / Positionierung


Es ist Teil des Business Plans, aber ich möchte dies hier noch einmal aufgreifen, weil es so wichtig ist. Um auf diesem überfluteten Markt eine Chance zu haben, bedarf es eines sehr guten Verständnisses für seine ZielkundInnen. Es bedarf einer spitzen Positionierung in einer Nische im Markt mit dem optimalen Kunden. Gerade Coaches, Berater und Trainer gehen gerne davon aus, dass ihr Angebot doch für jeden gut geeignet wäre. Das mag richtig sein, führt aber dazu, dass sich keiner angesprochen fühlt. Auch mein Angebot richtet sich nicht an alle sich selbständig machenden Menschen, sondern nur an Coaches, Berater und Trainer. Ich bin auch keine Virtuelle Assistentin für alles (z.B. Instagram Posts), sondern ich suche nach den Anforderungen meiner KundInnen die passende Software, stelle diese vor, helfe bei der Implementierung, schule und unterstütze beim Aufbau des Backoffice. Achte also darauf, dass du deinen Zielkunden von Anfang an genau benennen kannst und deine Positionierung sehr spitz formuliert ist.


Marketing-Strategie


Auch dieser Teil ist ein Ausschnitt aus dem Business Plan. Bevor du dein Backoffice optimal und zielgerichtet aufbauen kannst, musst du wissen, wo und wie du deine Kunden erreichen willst. Was bietest du ihnen an? Welchen Content, welche Freebies möchtest du ihnen wo zur Verfügung stellen? Hier kann man sich ungemein verzetteln, ohne jemals einen Kunden zu gewinnen. Ein Stück weit entwickelt sich dieser Teil auch im Laufe des Geschäfts und das ist auch gut so, weil die Kreativität ansonsten verloren ginge, aber die Basisstruktur für den Einstieg sollte anfangs kompakt vorhanden sein.


Jeder Coach, Trainer und Berater hat heute das Problem sichtbar zu werden unter tausenden von Angeboten. Das bedeutet Arbeit, vor allem, wenn man noch keine Reichweite, keinen Email-Verteiler, keine Follower hat. Hierzu bedarf es viel unterschiedlichem Wissen. Ums Lernen kommst du nicht rum, aber du hast die Wahl, es chaotisch oder strategisch anzugehen.


Geschäftsname, Domain, professionelle Email-Adresse


Auch dies gehört zum möglichst stabilen Fundament. Ich habe mich hier X-mal ausgetobt und mich dadurch immer wieder neu erfunden, was ebenfalls die Stabilität gefährdet und im Internet (leider) für unauslöschliche Spuren und Chaos sorgt. Es ist auch schwer, immer wieder die Neuausrichtung zu erklären. Damit du nicht den gleichen Fehlern aufsitzt wie ich, schreibe ich auch über meine Erfahrungen in diesen Blog-Artikeln.


Überlege dir genau - wenn du deinen Geschäftsinhalt, deine Zielgruppe definiert hast - wie du dich nennen möchtest, wie die dazu passende Domain heißen soll und wie du deine professionellen Email-Adressen anlegen möchtest. (Hierzu findest weitere Blog-Artikel mit Empfehlungen auf meiner Seite). Einmal angelegt, ist das dein Auftritt vor den Kunden. Ständige Wechsel führen auch hier zu Schwierigkeiten.


Das Backoffice


Jeder Selbständige, auch derjenige, der alleine unterwegs ist, braucht ein Backoffice, das er entweder selbst führt oder für das er Unterstützung einstellt, bucht.


Ich habe bei meinem Start bereits vor der Einrichtung des Backoffice schon alles für den Kunden hergerichtet - die Onlineschulung war schneller fertig, als die Strukturen, die ich gebraucht hätte, um mein Geschäft zu führen. Das hat mich viele Extrarunden gekostet.


Auch ein Zuviel an Programmen kann eine Herausforderung sowohl finanzieller als auch zeitlicher Art sein. Man muss bedenken, dass man sich in den seltensten Fällen mit den notwendigen Softwaretools auskennt und diese erst alle erlernen muss, bevor man loslegt. Ich wollte gleich von Anfang an alles perfekt und umfassend - habe viel Geld ausgegeben, für Dinge, die ich nicht auf den Markt bekam, weil die Grundlage fehlte und ich auf der falschen Ebene angefangen hatte vor lauter Begeisterung meiner überströmenden Ideen.


Für das Backoffice gilt es zunächst die notwendige Softwareunterstützung zu suchen, mit den Anforderungen abzugleichen und zu implementieren und ggf. zu verzahnen (es geht hier erstmal nur um die Struktur, in der zukünftig alles aufgebaut werden soll).


Priorität 1: Die Buchhaltung


Eine der ersten Softwaretools, die man sich anschaffen sollte, ist ein vernünftiges und einfaches Buchhaltungsprogramm. Denn bereits in der Gründungsphase fallen Kosten an, die man zwar in einer Excel-Tabelle auflisten könnte (habe ich als Kleinunternehmerin noch so gemacht - sehr lästig und unschön für die Steuerberaterin), besser aber gleich in einem vernünftigen Programm verbucht.


Optional je nach Geschäftsinhalt: Website / Landingpage


Nicht jeder benötigt eine Website. Manchen genügt eine Landingpage. Dies ist je nach Produkt / Dienstleistung sehr unterschiedlich. Da die Preise für beides nicht gerade gering sind, macht es Sinn, sich vorher zu überlegen, was du mit was erreichen möchtest und womit du startest. Danach entscheidet sich auch der Anbieter. Der Aufbau einer Website braucht viel Zeit, wenn man es selbst machen möchte (es ist nicht schwierig, aber aufwendig). Ich habe mir meine erste Website professionell erstellen lassen, konnte aber danach selbst daran nichts ändern, was dazu geführt hätte, das ich jede Kleinigkeit in Auftrag hätte geben müssen. Selber machen, ist eine Alternative. Aber man sollte sich vorher einen Plan machen, was das Ziel ist. Sonst baust du wie ich Anfangs ständig um, was dich daran hindert, dich deinem eigentlichen Geschäft zu widmen.


Wichtig ist hier auch die vorherige Keywortsuche und laufende SEO-Optimierung, sonst ist es unmöglich ganz oben bei Google gelistet zu werden.


Newsletter / Email-Marketing


Tja, braucht man es oder braucht man es nicht? Anfangs habe ich mich darauf verlegt, nur bei Facebook (und Instagram, etc.) zu posten und bin davon ausgegangen, dass das reicht. Aber worum geht es denn, wenn wir Kunden gewinnen möchten? Es geht darum, möglichst viele Kontakte (Leads) zu bekommen, um diese Kontakte dann optimalerweise in Kunden zu verwandeln. Dazu braucht man segmentierte und individualisierte Ansprache mit Informationen, die einen Mehrwert für unsere Zielgruppe bieten. Dazu gehören heute viele kostenfreie Informationen, eBooks, Whitepaper, Checklisten etc. als Freebies dazu. Für diese Freebies bekommt man im Gegenzug die Email-Adressen, um dem Kunden sein Angebot weiter zu unterbreiten bzw. um weitere Gratifikationen zuzusenden. Vor allem aber um Vertrauen aufzubauen und von sich als Experten zu überzeugen.


Um das DSGVO-konform zu gestalten, kommt man um ein entsprechendes Newsletter-Tool nicht rum. Daten sammeln unterliegt in der Europäischen Union strengen Regeln. Einfach alle Bekannten regelmäßig anschreiben, funktioniert nicht.


Optional: Plattform für den Verkauf digitaler Produkte / Webinare etc.


Heutzutage werden gerade im Coaching-, Trainer- und Berater-Bereich gerne digitale Produkte vermarktet - ob eBooks, Kurse, Webinare, etc. Hier stellt sich die Frage, wo du diese verkaufen möchtest, damit du zum einen DSGVO-konform mit den Daten umgehen kannst und zum Zahlungen unkompliziert für dich und für deine Kunden entgegennehmen kannst. Auch steuerrechtliche Aspekte sollten hier berücksichtigt werden, damit es nachher keine Schwierigkeiten mit dem Finanzamt gibt, vor allem wenn deine Produkte außerhalb von Deutschland gekauft werden.


Die Auswahl ist hier schier unendlich. Alleine deshalb macht es Sinn, sich den eigenen Anforderungen vorab bewusst zu werden und dann gezielt nach diesen den Anbieter auszuwählen.


Optional: Plattform für Zusammenarbeit im Team / mit Kunden


Wenn wir mit mehreren im Team arbeiten, ist es häufig selbstverständlich, dass wir uns ein Tool suchen, mit dem wir die Zusammenarbeit digital gestalten können. Auch hier gibt es viele Anbieter. Gerade deshalb lohnt es sich, diese zu vergleichen. Aber auch wenn wir mit Kunden online arbeiten, kann es Sinn machen, ein passendes Tool zu haben, wo wir mit dem Kunden kollaborieren können. Ein wichtiger Aspekt ist für mich hier erneut der Datenschutz. Wo liegen die Server, wer kann auf die Daten zugreifen? Gerade als Coach, Berater oder Trainer arbeiten wir mit sensiblen Daten und Informationen unserer Kunden. Da gehört es sich für meine Begriffe, dass wir hier möglichst mit allen Daten in Deutschland bleiben. Du findest hier im Blog eine sehr interessante Plattform, die all das bietet.


Optional: Design / Screencast und Co.


Egal ob für deine Website, Landingpage, dein Logo, deines Content - es bedarf immer wieder gestalteter Objekte. Hierfür gibt es entsprechende Software, Bilderanbieter etc. Einige kombinieren das zu vernünftigen Preisen. Es macht also auch hier Sinn, sich die Unterschiede anzusehen, da ein ganz großes Thema die Lizenzvergabe für den gewerblichen Gebrauch darstellt. Hier kann es schnell zu Abmahnungen kommen.


Die operative Ebene


Wenn die Basis steht, dann erst geht es um die Umsetzung. Das Füllen der Tools mit Leben in Richtung Geschäftszielerfüllung. Die Buchhaltung muss geführt werden. Das erstellte Marketingkonzept aufgebaut werden, um die Kunden anzusprechen. Wenn du die Basis gut ausgearbeitet hast, kannst du dich voll und ganz hierauf konzentrieren, ohne immer wieder das Fundament auszubessern und weißt genau, welche Strategie du verfolgen möchtest. Hier geht es nur noch um den Aufbau von Kundenbeziehungen.


PS: Wenn du Unterstützung brauchst, um möglichst schnell den Schritt des Backoffice-Office Aufbaus hinter dir zu lassen, dann kontaktiere mich. Im Footer findest du den direkten Weg zu mir.


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